Gemeinschaftlich leben und arbeiten steht für uns im Mittelpunkt.
Das Gelände als Begegnungsstätte bietet derzeit Platz für unsere Lebensgemeinschaft mit ca. 25 Erwachsenen unterschiedlichen Alters und Kindern. Weiterhin haben wir Büros und Werkstätten für unsere Arbeitsbereiche.

Unsere Ziele sind:

  • Der Verein und seine Mitglieder betrachten es als ihr Ziel, am Ort der Lebensgemeinschaft ein naturnahes und solidarisch-gemeinschaftliches Leben zu fördern, zu praktizieren und zu vermitteln, um damit im Sinne einer „guten Praxis“ neue – und gangbare – Wege zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen.

Denn nur wenn wir zeigen, dass das, was wir propagieren, auch (von uns) gelebt werden kann, sind wir glaubwürdig. Zwar ist jede Gemeinschaft anders – und das ist auch gut so – dennoch kehren bestimmte Stadien der Entwicklung in jedem Projekt wieder. Und diese Stadien sind durchaus übertragbar auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und in diesem Sinne dient die Entwicklung einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft als Modell für das gesellschaftliche Zusammenleben (pars pro toto). In unserer Gemeinschaft kümmern wir uns um verschiedene Lebensbereiche, die wichtige Bedürfnisse abdecken.

  • Nachhaltige Nahrungsversorgung heißt für uns, die methodischen und praktischen Grundlagen der ökologischen Landwirtschaft einschließlich der artgerechten Tierhaltung und Saatgutforschung zu entwickeln und zu fördern, die Ergebnisse hierüber öffentlich zugänglich zu machen, Verbraucher zu beraten insbesondere in Bezug auf gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung und Maßnahmen der Landschaftspflege und des Umweltschutzes zu ergreifen; dazu gehören auch die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft, die Erhaltung der Artenvielfalt (alte Nutztierrassen, alte Obstbaumsorten, Saatgutzucht) und ein Leben in geschlossenen Kreisläufen und im Einklang mit der Natur sowie regionales Wirtschaften.
  • Vorrang haben das Herrichten und die Nutzung vorhandener Gebäude anstelle Versiegelung natürlicher, fruchtbarer Flächen. Bei der Sanierung der Gebäude achten wir auf umweltfreundliche Baustoffe und bei der Dämmung der z. T. Jahrhunderte alten Gebäude erreichen wir Passivhausstandard. Die Heizungsanlage haben wir vergangenes Jahr auf Stückholz umgestellt, das wir aus lokaler Holzwirtschaft beziehen bzw. teilweise selbst mit den Arbeitspferden aus dem Wald holen. Die Nutzung von modernsten Umwelttechnologien für Heizung und Energie sind bei uns Programm. Alle Häuser werden darauf hin umgebaut, das Wohnen mit mehreren Generationen zu ermöglichen bzw. zu fördern.
  • Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben bedeutet für uns, den kulturellen Austausch zwischen Stadt und Land und die Kunst zu fördern, Bildungs-, Weiterbildungs- und Ausbildungsangebote selbst oder durch Dritte durchzuführen bzw. durchführen zu lassen und möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, Naturzusammenhänge zu erleben und zu begreifen. Damit geht die Belebung der ländlichen Region einher.

Teilziele in den kommenden zwei Jahren:

  • Ein Gemeinschaftshaus in Strohballenbauweise errichten, mit Privatdarlehen finanziert.
  • Menschen mit Lust auf Gemeinschaft aufnehmen und Gründungsgruppen unterstützen.
  • Unseren Seminarbetrieb ausbauen.
  • Weiteres Land erwerben bzw. pachten, das dann weg von konventioneller hin zur biologischen Bewirtschaftung umgestellt werden kann
  • Die Gruppe der Solidarischen Landwirtschaft ausbauen und viele neue Initiativen bei der Gründung unterstützen und beraten
Satzung_gASTWERKe_e_V