Ostern 15 246 - Kopie

“Wir möchten sein
einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald.” (Nazim Hikmet)

Uns verbindet der Traum vom Leben in Gemeinschaft, von einem selbstbestimmten, guten Leben jetzt! Die Grundlage unserer Gemeinschaft ist der von uns getragene gASTWERKe e.V., Eigentümer des Geländes, das seit 2007 nach unseren Ideen mit Leben gefüllt wird. Wir fühlen uns für den Erhalt unseren Lebensortes verantwortlich, verstehen ihn als schönste gemeinsame Ressource.
Wir glauben auch, dass wir gemeinsam stärker sind als die Summe aus individuellen Einzelinteressen. Der Wunsch, dass unser Wohnprojekt wachse und gedeihe, eint uns und fordert uns auch heraus.
 

Mittlerweile sind unterschiedliche Arbeitsbereiche entstanden. Bioland-Gärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Kinderbetreuung, Bildungsarbeit und weitere Dienstleistungen (IT, Soziales). Unter dem Dach der gASTWERKe-Akademie entsteht gerade eine neue Infrastruktur im Außenbereich, mit dem Ziel, das Seminarangebot auszubauen. – Einige von uns arbeiten darüberhinaus in ihren Berufen in den Orten der Umgebung.

Mit uns hier am Platz leben zwei FÖJler, drei Lehrlinge und ein Dauergast.
Wir haben den Namen gASTWERKe gewählt, weil wir Menschen willkommen heißen. Regionale bis internationale Projekte und Initiativen finden bei uns Veranstaltungsräume. Hofladen, Infocafé und kulturelle Angebote schaffen Infrastruktur vor Ort. Wir leben nachhaltig, wirtschaften regional und erproben Zukunftsfähigkeit. Dazu laden wir alle ein.

Die Gemeinschaft der gASTWERKe  ist lokal, regional und international vernetzt:
– durch örtliche wirkende unternehmerische Tätigkeiten (s. Arbeitsbereiche),
– regional als eine von sechs Kommunen in Kassel und Umgebung,
– sowie durch Mitgliedschaft in den Netzwerken Global Ecovillage Network (GEN) und Kommuja
(Netzwerk politischer Kommunen).

 

Diskussionen im TrägerInnenkreis des Vereins und seinen Gremien in Bezug auf Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist im Verein und in der Gemeinschaft ein Querschnittsthema, das heißt es zieht sich durch alle Arbeitsbereiche hindurch, in denen die Vereinsmitglieder tätig sind.

Der TrägerInnenkreis des Vereins gASTWERKe e. V. befasst sich in seinen internen Arbeitsgruppen wie Mobilität, Außenraum, Bau-AG, Solidarische Landwirtschaft mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Entsprechende nachhaltige Maßnahmen führten dazu, dass wir sehr hohe Ökostandards im Bau eingeführt, eine Fotovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung installiert haben, unser Außengelände nach ökologischen Grundsätzen gestaltet wird, auch mit Schaugärten zu Bildungszwecken, wir zwei Elektro-Fahrräder gemeinsam nutzen und wir durch gemeinsame Fahrzeugnutzung die Anzahl unserer Fahrzeuge so gering wie möglich halten.

Alle Entscheidungen werden bei uns im Konsens getroffen und basieren auf umfangreichen Information und Diskussionen. Da wir als Kollektiv damit auch gemeinsam Verantwortung tragen, setzen sich alle Vereinsmitglieder/Mitglieder der Gemeinschaft intensiv mit den Entscheidungen auseinander. Durch unsere verschiedenen Wirtschaftsbereiche wie z. B. die Biolandgärtnerei beschäftigen wir uns immer wieder sehr intensiv mit Themen wie Ressourcenschutz, Artenvielfalt, energetische Sanierung etc.

Es ist uns ein zentrales Anliegen, diese Themen sowohl durch unser Handeln als auch in der Außendarstellung zu thematisieren. In unserer Küche kochen wir mit überwiegend regional produzierten Lebensmitteln und nutzen in hohem Maße erneuerbare Energien. Durch Stelltafeln weisen wir unsere Besucher auf diese Themen hin, integrieren Bildungskomponenten in unsere Außendarstellung, z. B. Informationsveranstaltungen, Stelltafeln zum Thema Artenvielfalt und Saatgut im Kontext von Jungpflanzentagen der Gärtnerei sowie Informationsfilme und Hintergrundinfos zum Thema fairer Handel im Rahmen von Fair-Trade-Tagen des Hofladens.

Wo irgend möglich versuchen wir auch die Kinder und insbesondere die Jugendlichen in den Entscheidungsprozess zu integrieren.

Durch die gemeinsame Ökonomie – wir wirtschaften alle gemeinsam in eine Alltagskasse – setzen wir auf kleinem Raum ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung.